In seinem zweiten Lauf in der Weltmeisterschaft hat Fredy Barth sich mit einem vierten und einem fünften Platz im Feld der etablierten Piloten eingefunden. Ausserdem gelang ihm neben einem Doppelsieg in der Rookiewertung auch die schnellste Rennrunde! Dagegen vom Pech verfolgt waren Alain Menu und Beat Maurer.
Sein neues Design, das den SEAT Leon TDI in die Schweizer Nationalfarben kleidet, und ein neuer Overall, waren scheinbar gute Wegbegleiter für das erste Rennen auf afrikanischem Boden des 30-jährigen Schweizers.
Beim ersten Rennen gelang dem beherzt fahrenden Zürcher ein guter Start, der ihm zusammen mit der nötigen Rennintelligenz schon in der ersten Runde den vorübergehenden dritten Platz einbrachte. Nach Bremsproblemen und einem leichten Aufhängungsschaden reichte es letztendlich für Platz vier, gleichbedeutend mit zwölf WM-Punkten, sowie für die erste schnellste Rennrunde in der WTCC für SEAT SWISS RACING. Auch ein nicht weniger turbulenter zweiter Lauf sah mit einem fünften Platz und zehn WM-Punkten einen über beide Ohren strahlenden Fredy Barth.
Fredy Barth «Hätte mir jemand angeboten, dass ich nach dem zweiten Rennwochenende auf Platz neun der WM-Wertung und in der Rookie Challenge führe, hätte ich sofort und mit grosser Freude angenommen. Marrakesch war wirklich hart und extrem heiss und ich bin sehr happy, wie es gelaufen ist. Es wirkt noch wie ein Traum aus Tausendundeiner Nacht und ich möchte allen danken, die mir so viel Rückhalt und Unterstützung für mein WTCC-Engagement geben. Das zeigt mir, dass der Schritt in die WM richtig war und ich hoffe auf viele weitere solcher Resultate, um dieses Vertrauen zurückzugeben! Jetzt freue ich mich umso mehr auf mein Heimrennen in Monza, nur 300 Kilometer von Zürich entfernt»
Arg genervt musste Alain Menu den Rückflug in die Schweiz antreten. Nachdem er in der Qualifikation und im zweiten Rennen insgesamt drei Mal mit seinem Chevrolet Cruze von der Piste geflogen war, gab es keine Punkte, dafür lange Gesichter und viel, sehr viel zu reparieren. Nicht viel besser erging es Beat Maurer und seinem Team: Von seinen drei in die Rennen geschickten Wagen erreichte keiner das Ziel.
Die nächste Runde der Tourenwagen-Weltmeisterschaft gastiert am 22. und 23. Mai in Monza.

